Diese 7 Tipps helfen bei Schwangerschaftsübelkeit
Gesundheit
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7 einfache Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Ist ein Baby auf dem Weg, leiden viele Frauen an Schwangerschaftsübelkeit oder Schwangerschaftserbrechen (Emesis gravidarum). Besonders blöd ist, dass die Betroffenen in dieser Phase viele übliche Medikamente nicht zu sich nehmen dürfen, um das Wohl ihres Kindes nicht zu gefährden. Doch es müssen nicht immer Medikamente sein! Hier gibt es sieben einfache Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft.

1. Ernährung umstellen

Statt drei Hauptmahlzeiten sollte fünf- oder sechsmal über den Tag verteilt gegessen werden. Denn kleinere Mahlzeiten, zudem noch gut gekaut, können besser verdaut werden, wie Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, erklärt.

Generell sollten Schwangere ruhig essen, wonach ihnen der Sinn steht – jeder kennt den oft beschriebenen Heißhunger auf spezielle Zutaten und Gerichte. Denn während der Schwangerschaft macht der weibliche Körper besonders deutlich, woran es ihm gerade mangelt.

Für die Ernährung sinnvoll sind zudem Kohlenhydrate – zum Beispiel aus süßen Obstsorten. Fettreiche und säurehaltige Lebensmittel sollten dagegen eher vom Speiseplan einer Schwangeren gestrichen werden.

Zwei weitere kleine Tipps: Nach dem Essen nicht hinlegen und vor dem Aufstehen was essen!

2. Intensive Gerüche vermeiden

Schwangere Frauen sind ohnehin sensibler für Gerüche. Wenn ihnen dazu noch übel ist, können zum Beispiel Küchengerüche aufs Gemüt schlagen. Einfacher Tipp daher: Die Nase schonen, einen Spaziergang machen, eine Duftkerze mit dezentem Aroma anzünden und zuhause öfter Mal lüften!

3. Vitamin B6 einnehmen

Dieses Vitamin, auch Pyridoxin genannt, hat nachweislich einen positiven Effekt auf Stoffwechsel, Blutdruck und das Immunsystem. Es ist wichtig für die Produktion von Gallensäure sowie von Botenstoffen, die im Gehirn für Glücksgefühle mitverantwortlich sind. Zudem haben zahlreiche Studien belegt, dass Vitamin B6 Schwangerschaftsübelkeit mindern kann. Wie alle Vitamine kann es vom Körper nicht selbst produziert werden, sondern muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Lebensmittel mit besonders hohem Vitamin-B6-Gehalt:

  • Fisch: Hier stechen die Fischarten Lachs, Sardine und Makrele aber auch Hummer hervor.
  • Krill: Diese zum Plankton gehörenden Krebstiere werden zu hochwertigen Ölen verarbeitet und in Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.
  • Hülsenfrüchte: besonders in Sojabohnen, Linsen und Kichererbsen.
  • Walnüsse, Sonnenblumenkerne und Erdnüsse.
  • Getreide und Getreideprodukte: vor allem Vollkornweizenmehl, Naturreis, Hirse und Weizenkeime.
  • Fleisch: besonders Schweineleber, Kotelett und Gans, aber auch Muskelfleisch von Geflügel und Rind.
  • Gemüse: beispielsweise Kartoffeln, Möhren und Rosenkohl.
  • Obst: Avocados, Bananen, Äpfel.
  • Milch: Dabei enthält Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent etwas mehr Vitamin B6 als normale Vollmilch.
  • Käse: besonders gereifte Sorten wie Gouda, Emmentaler, Camembert und Bergkäse.

4. Akupunktur und Akupressur

Bei diesen zwei Methoden handelt es sich um Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden durch Nadeln (Akupunktur) und Druck (Akupressur) bestimmte Punkte des menschlichen Körpers stimuliert. Dadurch sollen gestörte Energieströme wieder zum Fließen gebracht werden. In wie weit dieser Ansatz wissenschaftlich untermauert werden kann, ist umstritten. Durch Studien belegt ist jedoch, dass diese Therapieformen Schwangerschaftsbeschwerden merklich lindern können.

5. Auf Koffein und Kohlensäure verzichten

Kaffee sollte bei Übelkeit nicht getrunken werden. Was viele nicht wissen: Auch Tee enthält Koffein, sofern es sich um schwarzen, weißen oder grünen Tee handelt (fälschlicherweise wird in diesem Zusammenhang auch von Teein gesprochen). Kräuter- und Früchtetees, die keinen „richtigen“ Tee enthalten, können hingegen getrunken werden – wie zum Beispiel Ingwertee. Wegen der Kohlensäure sind die meisten Erfrischungsgetränke, Limonaden und Mineralwasser bei Übelkeit nicht förderlich.

6. Trotzdem auf den Flüssigkeitshaushalt achten

Schwangere sollten täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen – manche Experten raten sogar zu 2,5 Litern. Bei Erbrechen kommt dieser Faustregel noch größere Bedeutung zu. Wie geschrieben, kommen viele Getränke für Schwangere, die unter Übelkeit leiden, nicht in Frage. Eine perfekte Alternative ist aromatisiertes Wasser – also Wasser, das durch Früchte, Gemüse, Kräuter und Gewürze einen leckeren Geschmack bekommen hat. Wenn es nicht gesüßt wird, hat es zudem fast gar keine Kalorien. Auch hier bietet sich Ingwerwasser an.

7. Pflanzliche Wirkstoffe nutzen

Die Natur hält zahlreiche Stoffe bereit, die auf schonende Weise bei Beschwerden helfen und das Wohlbefinden steigern können. Geht es um Übelkeit und Erbrechen, so raten viele Experten ganz besonders zu Ingwer. In Asien und Indien ist seine positive Wirkung auf die Verdauung und den Magen-Darm-Trakt – kurz: die Balance im Bauch – seit Jahrhunderten bekannt. Als Tee getrunken, führt er dem Körper gleichzeitig wichtige Flüssigkeit zu (siehe Punkt 6). So lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen!

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